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Termine

22.-24. Juni 2015
3-Tages-Seminar für Lehrkräfte in Dillingen

17. Oktober 2015
Bayerisches Schulsani-Symposium in München

09.-11. November 2015
3-Tages-Seminar für Lehrkräfte in Dillingen


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Inhalt:

  • Welche Ausbildung sollten die Schulsanitäter haben?
  • Welche Ausbildung sollte die betreuende Lehrkraft haben?
  • Kann ich meine Schulsanitäter selbst ausbilden?
  • Fortbildungen für Schulsanitäter
  • Fortbildungen für Lehrkräfte
  • praktische Übungen
  • Praxistraining für Lehrkräfte
  • Welche Ausbildung sollten die Schulsanitäter haben?

    Der Betreuer des Schulsanitätsdienstes sorgt dafür, dass die Schulsanitäter eine geeignete Ausbildung sowie regelmäßige Fortbildungen erhalten, ggf. in Kooperation mit den betreuenden Hilfsorganisationen (vgl. Ref. [5]).

    Die Ausbildung muss dem Alter der Schulsanitäter angepasst sein. Die Hilfsorganisationen haben Kurskonzepte für die verschiedensten Altersstufen im Angebot. Richtlinie des Kultusministeriums: „Voraussetzung ist die Teilnahme am Ersthelferkurs / Juniorhelferkurs Teil I und II an den Grundschulen; für die weiterführenden Schulen bieten sich der Ersthelferkurs / Juniorhelferkurs Teil III und besonders die Teilnahme an einem Kurs in Erster Hilfe an." (vgl. Ref. [1], S.5)

    Die Grundkenntnisse sollten immer wieder aufgefrischt und mit praktischen Übungen vertieft werden.

    Eine weiterführende Ausbildung zum „Schulsanitäter“ wird oft von den betreuenden Hilfsorganisationen angeboten und ist vor allem für ältere Schulsanitäter durchaus sinnvoll. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer betreuenden Hilfsorganisation über derartige Angebote, Kosten und Dauer des Kurses. Es gibt aber keine Vorschriften für eine über den Erste Hilfe-Kurs hinausgehende Ausbildung der Schulsanitäter! Ebenso muss keine Prüfung absolviert werden!

    Die Ausbildung zum "Sanitätshelfer", die ebenfalls von Hilfsorganisationen und Instituten angeboten wird, ist dagegen für Schulsanitäter nicht regelhaft sinnvoll, da sie weiterführende Themen wie z.B. Vorbereitung von Medikamenten und Infusionen beinhaltet, die über die Maßnahmen des Schulsanitätsdienstes hinausgehen. Eine derartige Ausbildung empfiehlt sich nur im Rahmen der Tätigkeit bei einer Hilfsorganisation oder wenn der Kurs speziell auf Schulsanitäter zugeschnitten ist.

    Welche Ausbildung sollte die betreuende Lehrkraft haben?

    Selbstverständlich sollte auch die betreuende Lehrkraft fundierte Kenntnisse in Erster Hilfe besitzen, da die Maßnahmen unter ihrer Anleitung ausgeführt werden sollen. Eine höhere Ausbildung ist meist aufgrund der zeitlichen Rahmenbedingungen nicht möglich.

    Vgl. Ref. [5]: Der Betreuer des Schulsanitätsdienstes sollte nach Möglichkeit einen Erste Hilfe-Kurs oder ein Erste Hilfe-Spezialtraining für Lehrkräfte in den letzten drei Jahren absolviert haben. Angebote sind über die KUVB (Kommunale Unfallversicherung Bayern) zu erfragen. Die Kosten für einen in der der Freizeit absolvierten Kurs können nicht von der KUVB übernommen werden.

    Der Betreuer für den Schulsanitätsdienst muss nicht selbst Ausbilder für Erste Hilfe sein (vgl. Ref. [5]). Allerdings ist es natürlich ideal, wenn die betreuende Lehrkraft einen Erste-Hilfe-Ausbilderschein hat, da sie dann einen Teil der Ausbildung sowie einfache Übungen selbst durchführen kann. Der Erwerb dieses Scheines ist leider aufgrund geänderter Rahmenbedingungen meist an mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden. Nähere Informationen erhalten Sie in unserem Forum für Schulsanitätsdienst-Betreuer oder auf Anfrage per eMail.

    Kann ich meine Schulsanitäter selbst ausbilden?

    Grundsätzlich gibt es für die Ausbildung der Schulsanitäter keine genauen Vorschriften, d.h. bei entsprechenden Kenntnissen könnte im Prinzip jeder die Schulsanitäter aus- und fortbilden. Hier muss natürlich nach der Qualität und damit Sinnhaftigkeit dessen gefragt werden! Die Erfahrung zeigt, dass der Ausbilder auch praktische Erfahrung mit medizinischen Notfällen mitbringen und nach Möglichkeit eine höhere Ausbildung absolviert haben sollte. Daher ist es meist sinnvoll, die Ausbildung von der betreuenden Hilfsorganisation durchführen zu lassen.

    Inhaber eines gültigen Lehrscheines „Erste Hilfe“ sind aber natürlich berechtigt, in Erster Hilfe auszubilden und einen entsprechenden Schein für den Führerschein auszustellen. Dieser Lehrschein muss nach den Vorschriften der ausstellenden "ermächtigten Stelle" durch die Teilnahme an Fortbildungen in bestimmten Zeitintervallen aktualisiert werden.

    Fortbildungen für Schüler

    „Die im Schulsanitätsdienst mitwirkenden Schülerinnen und Schüler und die Sicherheitsbeauftragten/betreuenden Lehrkräfte sollten ihre Kenntnisse durch Information und Fortbildung bei den Hilfsorganisationen regelmäßig auffrischen und vertiefen und so ihren Ausbildungsstand auf dem Laufenden halten.“ (vgl. Ref. [1], S.6)

    Für diese Fortbildungen sorgen meist die betreuenden Hilfsorganisationen. Zum Teil bieten diese auch in der jeweiligen Dienststelle Fortbildungen an, an denen die Schulsanitäter teilnehmen können. Zudem gibt es natürlich die Möglichkeit, sich über weitere Fortbildungsangebote zu informieren, z.B. im Kontakt mit dem Krankenhaus am Ort oder speziellen Einrichtungen. Ober besuchen Sie doch einmal mit Ihren Schulsanitätern die Rettungswache, die Feuerwache oder ein geeignetes Museum in der Region. Ideen hierzu finden Sie in unserem Forum.

    Wir von Schulsani e.V. unterstützen Sie gerade in diesem Bereich mit unserem online-Quiz und Fallbeispielen in unserem Forum, die Sie herunterladen und mit Ihren Schulsanitätern nachspielen oder auch nur besprechen können. Dieses Angebot ist im Moment noch im Aufbau und wird ständig erweitert.

    Auch die Schüler selbst können bei den Treffen der Schulsanitäter Referate zu relevanten Aspekten des Schulsanitätsdienstes halten: geeiget sind hier vor allem Themen der Anatomie und Physiologie. So wird das Verantwortungsbewusstsein in der Gruppe gestärkt und die Schüler üben das Vortragen (vgl. Ref. [5]).

    Die Teilnahme an Veranstaltungen für Schulsanitätsdienste, z.B. Wettbewerbe oder externen Fortbildungen, ist wünschenswert und soll von der Schulleitung als schulische Veranstaltung genehmigt werden (vgl. Ref. [5]).

    Fortbildungen für Lehrkräfte

    Fortbildungen sind natürlich auch für die betreuenden Lehrkräfte sinnvoll. Grundsätzlich können diese die Fortbildungen für Schulsanitäter ebenfalls besuchen. Wenn Sie nach weiteren Angeboten suchen, fragen Sie doch einmal bei Ihrer betreuenden Hilfsorganisation nach. Diese bieten z.B. spezielle Kurse für Erste Hilfe am Kind an oder ermöglichen Ihnen vielleicht die Teilnahme an organisationsinternen Fortbildungen.

    Veranstaltungen, die Sie sich im Rahmen der Fortbildungspflicht für Lehrkräfte anrechnen lassen können, sind im Erste-Hilfe-Bereich leider noch selten. Das Bayerische Schulsanitätsdienst-Symposium ist seit 2010 als eine die staatliche Lehrerfortbildung ergänzende Maßnahme anerkannt.

    Fortbildungsangebote finden Sie auch bei FIBS - Fortbildungen in Bayerischen Schulen, sowie in unserem Forum. Vermissen Sie schon lange eine Fortbildung zu einem speziellen Thema? Dann schreiben Sie uns bitte eine mail.

    Inhaber eines "Lehrschein Erste Hilfe" benötigen eine gewissen Anzahl an Fortbildungsstunden, um die Gültigkeit des Lehrscheines zu erhalten. Fragen Sie bei der ausstellenden "ermächtigten Stelle" (in der Regel die betreuende Hilfsorganisation) nach den genauen Modalitäten. Meist sind dies Fortbildungsstunden im medizinischen und didaktischen Bereich, zu denen z.B. das Seminar "Organisation und Leitung eines Schulsanitätsdienstes" angerechnet werden kann, bei einigen Organisationen auch das "Bayerische Schulsanitätsdienst-Symposium".

    Praktische Übungen

    Regelmäßige praktische Übungen sind genauso wichtig wie die theoretischen Fortbildungen. So sollte z.B. die Herz-Lungen-Wiederbelebung mehrfach trainiert werden, ebenso einfache Handgriffe wie die Seitenlage oder das Anlegen eines Druckverbandes, die im Notfall schnell und sicher ausgeführt werden müssen.

    Zudem sollte neben den einzelnen Maßnahmen der Ablauf einer Hilfeleistung anhand von Fallbeispielen geübt werden. Die Betreuung dieses Praxistrainings benötigt große Erfahrung und Routine und wird daher sinnvoller Weise von einem erfahrenen Praxistrainer der betreuenden Hilfsorganisation übernommen. Die Hilfsorganisationen verfügen zum Teil über spezielle "Realistische Notfalldarstellungs"-Teams, die mit geschminkten Verletzungen das Szenario richtig lebensnah gestalten.

    Praxistraining für Lehrkräfte

    Neben den praktischen Übungen für die Schulsanitäter bieten Hilfsorganisationen und andere Anbieter (z.B. ADAC Gelb hilft) zudem ein Praxistraining speziell für Lehrkräfte an. Dies kann entweder für alle interessierten Lehrkräfte - unabhängig vom Schulsanitätsdienst - an Ihrer Schule organisiert werden, oder aber für die im Schulsanitätsdienst tätigen Lehrkräfte mehrerer Schulen. Fragen Sie einfach bei Ihrer betreuenden Hilfsorganisation nach!

    Finanziert wird das Erste Hilfe-Training durch die Kommunale Unfallversicherung Bayern, ein entsprechender Antrag sollte möglicht in den ersten Monaten eines Kalender(!)jahres gestellt werden. Die genauen Modalitäten finden Sie unter www.kuvb.de.